Geschützt: Der Himmel in dir – Flüeli Ranft Pfingstseminar

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Spieglein Spieglein an der Wand…

Ja, nun bin ich Produkt Testerin für Kosmetik. Ganz neu für mich. Meine Motivation ist es, BIO Produkte zu finden, die Frauen in meinem Alter verwenden können. Vor allem aber auch Frauen, die schwerste Erkrankungen haben (wie meine Krebspatientinnen) und deshalb darauf angewiesen sind, absolut giftfreie Naturkosmetik zu benutzen.

Die Firma Similasan hat eine neue Age Balance Linie auf den Markt gebracht und zu einem Produkttest eingeladen. Soweit die Vorgeschichte.

Kurz vor Muttertag kommt das Päckchen und ich bin überrascht, dass es keine Nachtcreme gibt. Soll ich meine gewohnte Nachtcreme von Korres weiter nutzen? Besser wäre es doch die gesamte Pflegelinie zu testen, so denn die Produkte aufeinander abgestimmt sind.

Der Reinigungsschaum ist angenehm und nicht austrocknend. Pluspunkt.

Die Augencreme ist super. Sie lässt sich gut einklopfen und fettet nicht, sodass der Bio Lidschatten und die Bio Mascara gut halten (beide sind nicht von Similasan).

Die Tagescreme ist mir zu trocken. Sorry, aber da bin ich Besseres gewohnt. Ich nehme einen Tropfen Similasan Körperöl dazu und damit geht es. By the way ist das Körperöl das beste Öl, was mir je begegnet ist auf meiner Suche nach einem guten BIO Pflegeöl. Es ist wunderbar softig auf der Haut, zieht gut ein und duftet noch fantastisch.

Nun denn, hier die Fotos vom Muttertag 2018, 10 Uhr morgens im Bad..

 

 

Inneres Licht

Es ist früh am Morgen. Noch kühl in Florida und leicht nebelig. Ich nehme meine Yogamatte und gehe hinaus auf die Terrasse. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Pinien, ein paar Palmen und einen kleinen Teich. Die Luft ist tropisch feuchtwarm. Ich atme tief ein und aus, fühle mich erfüllt von Glück. Und dann ist da plötzlich ein kleines Licht, ungefähr auf der Höhe meines Herzens. Tief in mir drinnen. Dieses zarte Lichtlein leuchtet nach außen. Das ist so, als würde ich mit inneren Augen aus meinem Herzen heraus in diese wunderschöne Welt vor mir blicken. Ist es vielleicht das, was Bodhi gemeint hat, mit deinem inneren Licht, deinem Wesen, das aus dir heraus strahlt? Ist vielleicht Erleuchtung nur ein anderes Wort für diesen herrlichen inneren Zustand?

Ich übe den Sonnengruß, atme weiter tief ein und aus. Ich bin mein Atem. Verankert im Hier und Jetzt. Getragen von der Mutter Erde und offen nach oben zur Weite des Himmels. Ein paar Augenblicke später stehe ich, wie ein Berg, ruhig und fest, mit den Händen vor meinem Herz zu einem Gebet gefaltet. Nun wird das Lichtlein stärker.. es scheint wahrhaftig ein Licht zu werden. Glaube ich mir das? Weil ich es nicht weiss und meine Gedanken eher stören, konzentriere ich mich auf den See. Ein kleiner Alligator macht ein paar Wellen, während er langsam durch das Wasser gleitet. Ein roter Fink fliegt auf den untersten Ast der Pinie. Er wippt, als würde er sich für mich freuen und trällert sein Lied in den frühen Morgen hinaus. Schön…

Ich spüre hin zu meinen Augen, fühle meinen Körper von innen. Sind das nun meine Augen oder die Augen meines Wesens? Es sind, glaube ich, die Augen meines Wesens. Denn sie strahlen, sie leuchten und sie fühlen sich glücklich. Es ist wie Bodhi uns sagt: die Persönlichkeit, das womit wir funktionieren in unserer kleinen Welt, tritt zurück im Angesicht des Göttlichen. Im Hinfühlen zu unserem wahren Wesen, welches viel größer ist, passiert das leicht und wie selbstverständlich. Unendliches Bewusstsein. Weiter Raum und Freiheit… Nach einer Weile des meditativen Stehens in der yogischen Baumhaltung, fühle ich mich ganz ruhig und friedlich. Die inneren Geräusche verstummen. Ich lasse sie durch den unendlichen Bewusstseinsraum in mir fließen, lasse los.. werde leer.. Auch die äußeren Geräusche nehme ich nur noch ganz leise war. Sind sie wichtig in meinem so sein, haben sie Bedeutung in dem Augenblick – im JETZT? Ich glaube nicht, denn Bedeutung gibt Ihnen meine Persönlichkeit und diese ist gerade in Frieden und entspannt. Im Augenblick will ich nichts und denke nicht. Ich bin. 

Geliebte göttliche Kraft in mir und in allem, danke für diesen Augenblick. Danke für mein Leben. Danke an Bodhi, dass du – als wunderbarer Lehrer immer wieder für mich und für uns da bist. Amen.

Wie im Traum und doch ganz real

Es ist immer noch gut mit ihm. Nein, es wird sogar immer besser, um ehrlich zu sein. Ich kann es gar nicht glauben, wie mir geschieht. Denn sogar in meinem kühnsten Träumen, habe ich mich das nicht träumen lassen. Das tönt schmalzig, aber liebe Leute, er ist real. Schmalz hin oder her. Ich geniesse jede Minute mit ihm zusammen.

Wobei ich mich schon frage, ob ich ihm überhaupt gefalle. Seine frühere Frau war eine klassische Schönheit. Sein Rat an mich ist, dass ich meine Nase verschönern lasse und die Zähne auch. Warum nicht? Seit ich eine junge Frau bin, will ich eine andere Nase. Denn mein schönes Gesicht – bei Gott, ich wage es nicht mich schön zu nennen – fiel einem Fotografen auf. In der Disko sagte er zu mir: Lass dir deine Nase verkleinern, ansonsten ist alles top und ich würde dich als Modell meiner Agentur vorschlagen. Das hatte mich übelst verletzt und verunsichert.

Doch zurück zu meinem Traummann. Wir fahren heute mit dem Boot in ein Seerestaurant. Dort legen wir an und alle gucken. Man wird echt beobachtet, ob man nicht sich dämlich anstellt beim Vertauen am Steg. Oder gar ins Wasser fällt. Zum Glück habe ich meine Sonnenbrille auf, denn mit den Tauen komme ich noch nicht so gut zurecht.

Das Restaurant Riva in Weggis ist nett. Nicht traumhaft gutes Essen, doch den Wolfsbarsch im Salzmantel kriegen sie gebacken…lach. Ich kann mich eh nicht so gut aufs Essen konzentrieren, vor lauter IHM in die Augen sehen.

Coincidence: reiner Zufall oder eine glückliche Fügung?

Was in den letzten Wochen mit mir und um mich herum geschieht, mag reiner Zufall sein. Aber gibt es so viele Zufälle – in der Reihenfolge, einen Sinn ergebend – die mir etwas bewusst machen wollen? Ist es eine Fügung des Schicksals (Coincidence), die ich nun erlebe, bedingt durch meinen immer stärkeren Glauben an eine göttliche Führung im Leben?

Was auch immer es ist. Ich sehe nach meinem Horoskop. Die Sterne stehen gut, weiss Elizabeth Peru in ihrem „weekly tip-off“ Report über astrologische Konstellationen zu berichten, den ich lesen darf, weil ihn mir eine Kollegin immer Donnerstags auf den Schreibtisch legt. Die Sternen-Konstellation des „Grand Cross“ wirbelte vor 2 Wochen mein Leben durcheinander. Frühere Kränkungen tauchten in wirren Träumen aus dem Dunklen des Verdrängten wieder auf. Schweissgebadet erwachte ich in den frühen Morgenstunden und versuchte das Geträumte zu analysieren. Einen Tag lang quälte ich mit starken Aggressionen herum. Ich hätte jemanden bestimmten beissen wollen. Wiedereinmal war ich meinem Lehrer, Gerd Bodhi Ziegler, so dankbar, dass ich bei ihm gelernt habe, wie ich damit besser umgehen kann: Anstatt die quälenden Emotionen weg haben zu wollen, geniesse ich ihre Intensität. So als würde ich im Groll und Frust baden. Irgendwann bin ich fertig damit und Friede, Ruhe und schliesslich Glücksgefühle stellen sich ein.

Es folgen eine Reihe von erlebten Zufällen oder schicksalshafte Fügungen.

Denn kaum will ich dem gewohnten Alltag nachgehen, rüttelt mich eine Geschichte auf: Ein guter Freund erzählt mir, wie seine geliebte Freundin im Amazonas ihren Hautkrebs (diagnostiziert als unheilbare Endstadium) mit Hilfe von Ayahuasca heilte (einem stark entgiften Kräutertrunk, den ihr ein Schamanen kredenzte, begleitet von beschwörendem, die negativen Energien vertreibendem Gesang).

Eine Woche später lerne ich einen Arzt kennen, der mich und mein So-Sein ziemlich gut analysiert. Wir sprechen viel über Krebs und meine frühere Heilpraxis. Es bleibt bei einem Date, aber seine Worte haben mich beeindruckt. Ich überlege, ob ich wieder als Heilpraktikerin arbeiten möchte.

Seit meinem vorigen Blog Eintrag, war ich ständig akut krank und konnte nicht auf ein Seminar gehen, weil ich mich so schwach fühlte.

Wächst in mir ein Krebs und mein Immunsystem ist zu schwach, um die entarteten Zellen zu zerstören? Dieses Warnzeichen der Schwäche (ich soll gesünder essen, um meine Abwehrkräfte zu stärken) verstehe ich zuerst nicht. Als ich bei meiner Freundin aber endlich lerne, wie ich Gemüse schmackhaft zubereite, freue ich mich. Ich habe nie gerne Gemüse gegessen, sondern viel Früchte und Müesli. Einfach, weil es mir gedämpft oder mit heller Sauce nicht schmeckte. Jetzt weiss ich aber, was ich wie kombinieren kann und wie ich es mit Gewürzen verfeinere. Und zum Schluss noch Feta obendrauf bröseln. Lecker.

Mitten in meiner guten Laune Welle, weil mein Körper schnell auf die vielen zusätzlichen Vitamine und Vitalstoffe reagiert, lerne ich einen Mann kennen. Er verlor seine Frau durch Krebs und beschäftigt sich seit Monaten mit der Vorbeugung von Krebserkrankungen und alternativen Heilungsmethoden für Tumore. Mir gibt er mir ein Buch mit: Radical Remission von Kelly A. Turner, Ph.D.

Was darin über energetische und alternative Methoden steht, weiss ich teils schon seit Jahren. Ich habe Patienten in meiner Naturheilpraxis (1997 – 2007) entsprechend beraten und behandelt.

Die Autorin schreibt über „Deepening Your Spiritual Connection“. Das mache ich seit 10 Monaten konsequent. Und „Using Herbs and Supplements“. Mein uneingeschränktes Ja zu dem, was die Autorin hier berichtet.

Weiter im Text lese ich „Releasing suppressed Emotions“. Und ich überlege, ob sie sich mit Gerd Bodhi Ziegler abgesprochen hat? Lehrt er doch dasselbe, was im 5. und 8. Kapitel als ein essentieller Schritt bei der Heilung von Krebs (spontane Remissionen, Wunderheilungen) erklärt wird.

Zuletzt lese ich „Following Your Intuition“ und ich bin baff. Sie rechtfertigt das, was ich in der Öffentlichkeit nicht zu behaupten wage, da zu esoterisch: Das Bauchgefühl ist wichtig. Es stimmt doch: Handle ich instinktiv, wird das Ergebnis bestens. Ignoriere ich mein Bauchgefühl, bekomme ich vom Schicksal oder sonst wem eins auf die Mütze.

Weiter im Text steht, dass man Zeichen beachten sollte. Zum Beispiel ein Symbol für einen Neuanfang – zufällig Wegrand gefunden: Eine zarte, zerbrechliche Eierschale eines Singvogels. Ich deute es als Symbol für einen Neuanfang.

Heute ist ein besonderer Tag: Solstice (Sommersonnenwende) und Vollmond gleichzeitig. Das passiert, laut den heutigen Facebook News, nur alle 70 Jahre.

Am späten Nachmittag laufe ich durch den Wald und bin offen für noch mehr Zeichen. Ich sehe einen Hecht im Teich, eine grosse Wasserschildkröte beim Sonnenbaden. Die Frösche quaken mir ins Hirn, als ich Kopfweh habe..quak quak…entspann dich… quak quak…. das Leben ist schön und es wird gut. Ich setze mich auf eine Bank und meditiere. Verbinde mich mit der Erdenergie, dem unendlichen Raum und dem Licht und der Liebe (des Göttlichen) und lasse meine Intuition aus mir sprechen. Und die innere Stimme spricht:

Du wirst diesen Mann eine glückliche Verbindung eingehen. Er ist der Richtige. Er kommt zum richtigen Zeitpunkt in dein Leben. Und Du wirst wieder in deiner Praxis beraten und behandeln. Vertraue. Es kommt gut. Dein ganzes Leben wird sich ändern. Du wirst zukünftig so leben, wie es deiner Bestimmung und deinem Lebensplan entspricht.

Es kommt gut!

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Im Zuger Kantonsspital bewahrheitet sich dieser in der Schweiz beliebte Motivationsspruch für mich.

Ich kann ihn eigentlich mehr hören, diesen in CH geliebten Spruch: „Es kommt schon gut!“ Jeder versucht mich von meiner OP-Angst abzulenken. Die Stationsärztin, die Pflegefachfrauen, meine Kollegin und meine Tochter tun ihr Bestes um mich aufzumuntern, bevor ich mich im Kantonsspital Zug einer Venenoperation unterziehe.20160407_083944
Es wird hoffentlich gut kommen, aber ich bin trotzdem skeptisch – will alles, was sie mit mir vorhaben, ganz genau wissen. Bei jedem der vielen Gespräche mit den Ärzten möchte ich es ganz genau wissen, denn ich besitze ja eine medizinische Ausbildung und verstehe daher durchaus, um was es geht. Bin vom Amtsarzt in München geprüfte Fachperson, die die Heilkunde ohne Bestallung ausführen darf (seit 1997).

Im gläsernen Büro der Empfangssekretärin sitzend, breche ich ihre gewohnte Routine mit meiner Frage, ob denn meine Krankenkasse bezahlen würde, wenn ich bereits einen Tag vor der Operation vor Ort bin. „Warum wollen Sie das wissen?“, fragt die nette Dame mich herausfordernd. „Weil ich aus Deutschland komme, in der Schweiz zu Gast bin seit fast 10 Jahren und aber noch nie hier im Spital war!“ antworte ich mit selbstbewussten Unterton. Sie erklärt mir, dass dies bereits im Vorfeld vom Spital und von der Chirurgin abgeklärt wurde und dass die Assura Krankenkasse mir geschrieben hätte, wenn es bei der Kostenübernahme Probleme geben würde. So weit, so gut. Und dass ich am Vortag bereits ins Spital komme, hat mit den OP-Vorbereitungen zu tun: Einzeichnen der geschwollenen Venen mit einem Marker-Stift auf meinem rechten Bein; Gespräch mit der Stationsärztin über Medikamente, die ich ständig einnehme; Abklärung von Allergien (ganz wichtiges Thema!); Gespräch mit dem Anästhesieteam (was will ich: Vollnarkose oder Spinalanästhesie?) und natürlich die Prä-OP-Untersuchung und eine Blutabnahme.

Das Zuger Kantonsspital

Ein imposanter Bau ist es schon. Gläserne Fronten, weitläufiger heller Eingang. Und die Zimmer sind auf dem neuesten Stand der Technik mit Patiententerminal (Telefon, TV, Licht und Notruftaste – direkt am langen Schwenkarm über dem Bett installiert). Sie sind ansprechend und freundlich eingerichtet. Besonders gefällt mir die Wandbemalung: stilisierte Blätter von Eisenkraut. Eine Kurzbeschreibung, bei welchen Beschwerden dieses Kräutlein helfen kann, entdecke ich ebenfalls. Es ist dezent direkt neben der Türe aufgemalt.

Angeblich gibt es hier auch Dreibettzimmer. Ich habe keines gesehen und werde im Zweibettzimmer mit einer 94-jährigen Dame zusammen untergebracht. Sie ist gelegentlich übellaunig und kommandiert das Pflegepersonal herum. Mit Blick zu mir: „schon wieder eine andere kommt…diese jungen Mädchen. Ob die das kann?“. Die jungen Fachfrauen Pflege bleiben stets freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit und sie sind kompetent! Natürlich schauen immer wieder neue Gesichter herein zu uns – aber das ist ein gutes Zeichen. Denn die Ablauforganisation klappt hervorragend und es besteht offensichtlich kein Personalmangel im Spital.

Darf ich was essen am Morgen vor der Operation oder nicht?

Beim Gespräch mit einer jungen Ärztin aus dem Anästhesie-Team geht es mir hauptsächlich darum. Es mag verrückt oder verschroben klingen, aber ich esse aus Nervosität meistens doppelt so viel wie gewohnt. Alternativ würde ich rauchen, was jedoch schlechter für meine Gesundheit ist, als essen. Von meiner behandelnden Chirurgin, Frau Dr. Deyle, habe ich bereits erfahren, dass ich erst um 13 Uhr eingeplant bin. Ich soll heute abend um 17:30 Uhr zu Abend essen und danach bis 13 Uhr morgen Mittag nüchtern bleiben. Unmöglich! Das halte ich nicht aus. Trinken wäre noch erlaubt bis um 7 Uhr morgens, teilt mir die junge Anästhesistin, deren Name ich vergessen habe, gnädigerweise mit. Sie wollen also, dass ich 24 Stunden nichts esse? Mach ich nicht.

Wir diskutieren, ob ich eine Vollnarkose bekommen werde oder lieber eine Spinalanästhesie. Bei der Geburt meiner ältesten Tochter Mara, hatte ich eine Periduralanästhesie, die ich gut vertrug. Diese PDA war meine Rettung, denn nach 24 Stunden Wehen hatte ich einfach keinen Nerv und keine Kraft mehr. Das erzähle ich der Ärztin, die an meiner Story wenig interessiert scheint. Als wir uns über die Narkosetechnik einig sind, frage ich nochmals, ob ich frühstücken dürfe um 7 Uhr. Ein Patient soll doch 6 Stunden nüchtern sein vor einer Vollnarkose – die ich nicht bekomme. „Es könnte sein, dass wir doch eine Vollnarkose machen müssen, wenn die Spinalanästhesie nicht wirkt. In dem Fall müssen Sie nüchtern sein, sonst besteht die Gefahr der Aspiration von Mageninhalt in die Lunge.“ Ok, denke ich mir. Sie hat mir den medizinischen Standpunkt erklärt. Und ich mache, was ich selbst verantworten kann.

Am Donnerstag, den 7. April, schleiche ich also morgens um 6:45 Uhr aus dem Zimmer. Fahre mit dem Aufzug runter in die Cafeteria und hole mir meinen morgendlichen Cappuccino und esse dazu ein klitzekleines Mais-Schoggi-Weggli. Ich werde es vollständig verdaut haben bis um 13 Uhr und muss nicht total entnervt hungern bis zur Operation.

Angst und Panik mitsamt Krankenhauskoller

Ja, sie sind nett und kompetent hier auf der Chirurgie. Ja, ich soll mich nicht aufregen. Und ja, ich soll nicht rauchen. Aber weil ich so nervös bin, gehe ich auf die Terrasse West (raus aus dem Haus und an die frische Luft) und will eine Beruhigungszigarette rauchen. Dort treffe ich einen Teil des medizinischen Personals bei der Rauchpause. Und eine sehr nette Ärztin gibt mir sogar ein paar Streichhölzer, weil ich kein Feuerzeug dabei habe. Diese Dame ist mir sofort sympathisch. Wir unterhalten uns über Stress und sie möchte das Rauchen aufgeben. Wir sind uns einig, dass die 7-minütige Pause – einfach das Rausgehen aus dem Stress, den wir beide bei der Arbeit haben – die entscheidende Komponente für die Rauchpause ist. Man könnte auch einen Tee trinken! Beim nächsten Mal!

Am Operationstag verlasse ich nicht mehr das Gebäude. Man sagt mir, ich solle in Rufbereitschaft auf den Gängen herumgehen, wenn ich das möchte. Denn es könnte ja sein, dass ich früher als geplant an die Reihe komme. Moment! Das haben wir aber nicht so abgemacht. Ich will um 13 Uhr drankommen. Und ich werde dann ganz pünktlich um 12:45 Uhr abgeholt vom Pfleger, der mich, im Bett liegend und ängstlich dreinschauend, in den Operationssaal-Vorraum schiebt.

Spinalanästhesie – die Spritze in den Wirbelkanal

Rückenmarksnahe Regionalanästhesien (Quelle: http://www.anaesthesie-info.ch/regionalanaesthesie-teilnarkose/)

Mit einer rückenmarksnahen Regionalanästhesie können bestimmte Eingriffe unterhalb der Schlüsselbeine und die meisten Eingriffe unterhalb des Bauchnabels (Unterbauch, Becken und Beine) schmerzfrei durchgeführt werden. Die vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven werden gezielt betäubt. Diese Methode kann in seitlicher oder sitzender Körperlage durchgeführt werden.

Spinalanästhesie

Bei der Spinalanästhesie wird ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) ev. in Kombination mit Zusatzmedikamenten in den mit Nervenflüssigkeit gefüllten Raum der Lendenwirbelsäule (Liquorraum) eingespritzt.Spinalanästhesie

Die verabreichten Medikamente verteilen sich gemäss Menge, physikalischen Eigenschaften und Körperlagerung im Liquorraum und betäuben die darin schwimmenden Nervenbahnen. Kurz nach Einspritzung wird ein Wärmegefühl im Becken, Gesäss oder Beinen verspürt, dann werden die Beine gefühlslos und können auch nicht oder nur noch wenig bewegt werden.

Wirkdauer und Stärke der Spinalanästhesie hängen wesentlich von den Medikamenten ab und beträgt 1-4 Stunden. Zitat Ende!

Hätte ich nicht vorher schon genau gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich weniger Angst gehabt. Aber ich habe Glück – die nette Ärztin von unserem ungeplanten Terrassengespräch am Vorabend ist meine verantwortliche Fachärztin für Anästhesie. Welch Erleichterung, sie hier zu sehen!

Eine zarte Person mit dünnen Venen

Sie sieht mich und ich weiss ihren Namen nicht mehr. Peinlich. Auf der Ärzteliste ist sie nicht zu finden, ich habe sie gestern dort gesucht. Ich frage mich wirklich, wieso alle Ärzte aufgelistet sind und nur die Anästhesisten fehlen. Ich werde das abklären, denn es ist unfair, wenn sie nicht genannt werden. Oder bleiben sie absichtlich im Hintergrund???

Sie begrüsst mich mit „Ach, die Raucherin!“ Das freut mich und nimmt sofort die Anspannung. Was nun folgt, kann ich nicht mit 100-prozentiger Genauigkeit wiedergeben – denn inzwischen bin ich ja wieder zu Hause und alles ging gut.

Ich drücke meine Ängste aus und erzähle zusätzlich irgendwelchen Schwachsinn. Nur damit ich gegen die Angst anreden kann. Sie bleibt ruhig. Ich habe eiskalte Hände, die ich ihr zum Beweis, wie ängstlich ich bin, entgegenstrecke. Sie bleibt und ruhig und meint, dass ich eine zarte Person mit dünnen Venen sei. Ja genau, diese Venen mögen es gar nicht gut leiden, wenn man eine Infusionsnadel hineinsticht. Doch sie muss es ja tun. Sie bleibt wieder ruhig und sticht die Nadel in die Handrückenvene. Prüfend fragt sie mich, ob ich spüre wie die Ringer-Kochsalzlösung kalt in die Vene tropft. Als ich es bejahe, ist sie zufrieden. Denn sie hatte damit gerechnet, dass die Vene platzt (sagt sie ganz ungeniert – und das genau gefällt mir: sie ist offen und direkt. Und tut nicht dumm, wenn es ein Problem geben könnte). Dann stellt sie mir die andere Anästhesistin vor, Marisa (so glaub ich, heisst sie). Zum Glück ist es nicht die Ärztin, die gestern die Anamnese machte.

Marisa wird unter Aufsicht der Team-Leitung Anästhesie die Spinalanästhesie setzen. Sie ist freundlich und ebenfalls sympathisch. Und sehr jung!

Ich bekomme einen heftigen Schweissausbruch vor Angst (Meine Lieblingsärztin reicht mit einen Waschlappen, damit ich die Achseln trocknen kann) und ich werde von ihr gefragt, ob ich Dormicum gespritzt haben möchte. „Ja bitte, 2 mg Dormicum!“ antworte ich.

Als Nächstes muss ich mich auf die Seite legen und zusammenkrümmen für den Nadelstich in den Spinalkanal. Das kenne ich ja schon von der Geburts-PDA. Aber trotzdem ist mir elend zumute und ich würde am liebsten von dem schmalen Rollbettchen springen und fliehen. Frau Doktor steht vor mir, während Marisa sticht, und sie bleibt ruhig. Sehr gut! Das ist das Einzige, was mir hilft. Und es ist nicht eine gespielte Ruhe. Sie gibt mir tatsächlich das Gefühl, dass sie alles im Griff hat und mir nichts passieren wird.

Als die Nadel drin ist, soll ich sagen, ob ich einen Druck spüre. Ja, das tue ich. Und es ist unangenehm. Doch es ist nichts im Vergleich zu dem, was jetzt kommt:

Die Wirkung setzt ein. Im Becken wird es zuerst heiss. Ich spüre die Beine noch. Langsam läuft die Narkose-Substanz weiter im Wirbelkanal hinab und betäubt die Becken- und Beinnerven. Dann teste ich immer wieder, ob ich die Zehen noch bewegen kann. Ich soll das nicht tun, denn ich würde Muskelkater bekommen, meint Marisa mitfühlend (die Muskeln sind anscheinend nur noch mit deutlich mehr Kraftaufwand bewegbar). Irgendwann kann ich die Zehen nicht mehr bewegen. Das Becken und die Beine sind nun betäubt ab dem Nabel abwärts. Meinen Po fühle ich nicht mehr, aber es fühlt sich so an, als würde ich auf einem Gelkissen liegen – irgendwie wabbelig unter mir. Das Wabbelige ist mein Po…lach!

Jetzt bin ich im Operationssaal und mein Gesichtsfeld wird eingeschränkt, in dem man mir einen Vorhang aus blauen sterilen Tuch vor meinen Bauch hängt. Hmmm?!? Ich weiss, dass ich nicht zuschauen darf, wie man meine Venen herauszieht. Es wäre doch aber schon interessant. Zur Ablenkung bekomme ich Kopfhörer und darf mir eine Musik aussuchen. Zwischendrin rede ich immer mal mit Marisa, weil mir die Empfindungen in meinen Beinen so unheimlich sind. Sie hört geduldig zu.

Ich dachte, ich würde einfach gar nichts mehr spüren vom Becken ab abwärts. Aber ich fühle noch, wo meine Beine sind. Ich kann sie allerdings nicht bewegen. Aber sie fühlen sich an, als wären sie dicke, schwere Klötze, die unangenehm kalt prickeln. So ähnlich muss es sich anfühlen, wenn man vom Pferd stürzt und sich die Wirbelsäule verletzt. Spüren Querschnittsgelähmte dasselbe? Warum spüre ich das so, wenn ich doch bei der PDA gar nichts mehr gefühlt habe. Okay gut. Ich muss es aushalten, denn für die nächsten 4 Stunden werde ich diese Kälte und das Prickeln nicht mehr los!

Die Operation verläuft problemlos und in einer Stunde bin ich fertig und werde in den Aufwachraum geschoben. Dort angekommen, lese ich irgendein Schundmagazin über Prominente und ihre Problemchen. Ich muss mich weiter ablenken von dem kalten Prickeln. Langsam kommt wieder Gefühl in das Becken. Die Narkosewirkung nimmt von oben nach unten ab. Das ist normal. Zuletzt wacht die Blase auf! Aha, wenn ich also Wasser lassen muss, kann ich es (noch) nicht. Okay gut, ich werde nicht soviel trinken. Zum Glück habe ich weder Durst noch Hunger.

Nachsorge und Abschied aus dem Spital

Rührend kümmert man sich um mich, als ich wieder im Zimmer bin. Schlafen kann ich immer noch nicht. Wie gut, dass es Whatsapp und Facebook gibt. Ich habe einen dicken englischen Schmöker dabei zum Lesen, aber ich kann mich nicht konzentrieren darauf. Lieber tippe ich ein bisschen auf dem Handy herum und teste immer mal, ob ich die Zehen endlich bewegen kann. Bald kann ich das. Und auf’s WC kann ich schliesslich auch gehen. In der Nacht wird regelmässig mein Blutdruck kontrolliert und die Sauerstoffsättigung. Vorbildlicher Ablauf. Ich fühle mich rundum kompetent versorgt.

Alles kommt gut! Der Spruch ist wahr geworden. Mein Dank geht ans Team der Chirurgie und speziell an meine Anästhesistinnen und an Frau Dr. Deyle.

Die Bilder:

Bild 1 nach der OP, mit Druckverband.
Bild 2 Beim ersten Verbandswechsel, das Hämätom ist erstaunlich klein ausgefallen.
Bild 3 Die Kompressionsstrümpfe (neu gekauft, 143 CHF) sind blutig geworden. Leider hat blutet es noch nach, was auf die Anti-Thrombose Spritzen zurückzuführen ist.

 

 

 

 

 

Unterwegs zu mir selbst – Osterseminar mit Gerd Bodhi Ziegler

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Eine Anreise mit Hindernissen

Donnerstag vor Ostern und Stau auf der Autobahn…oh Gott…

Ich wollte in aller Herrgotts Früh losfahren, aber habe es nicht geschafft. So doof.  Wir reden auf der Fahrt viel über Gerd Bodhi Ziegler und das bevorstehende Osterseminar mit ihm. Aber es strengt mich an zu quasseln und zuzuhören, während ich im Stau stehe, denn ich spreche oft den ganzen Tag kein Wort. Bin eher meditativ unterwegs in letzter Zeit. Als wir um 19.15 Uhr endlich ankommen, bin ich gestresst, genervt und hungrig. Kein guter Beginn oder doch gerade der richtig gute Beginn, wenn ich unterwegs zu mir selbst bin?

Mein Ziel: Ich will mich besser kennenlernen in meinen „Irene-Sein“ und meinen uralten Handlungsmustern. Und ich möchte mich verändern: weg vom Unglücklichsein und Gestresstsein und hin zum Zufriedensein und einer gemächlichen inneren Ruhe. Das Ganze darf tiefer gehen, als das was ich in meinen Meditationen erreiche. Ich merke, dass ich an einem Punkt bin, wo ich wirklich tiefgreifende Veränderung in meinem Leben zulassen kann. Auf los geht’s los…!

Alte Handlungsmuster

Beim Abendessen bin ich verwundert, weil meine Freundin am Tisch sitzt und nichts isst. Sie berichtet, dass sie seit ein paar Wochen den Lichtnahrungsprozess gemäss der Methode von Jasmuheen macht. Ich bin besorgt um sie und will dagegen reden: Wie versorgt du dich mit Eiweiss (damit die Muskulatur nicht abgebaut wird beim Fasten)? Wie bekommst du Mineralien, Spurenelemente und Vitamine? Ich mache mir also Sorgen – ein altes Handlungsmuster – , will etwas sagen und sage aber nichts zu ihr. Mein Heilpraktiker-Helfersyndrom meldet sich also mal wieder. Welcome…

Wie es das Schicksal will oder welche gute Fee es für mich vorgesehen hat: ich bekomme ein Dreibettzimmer als Einzelzimmer. Ups – soviel Platz nur für mich? Ich könnte mir ein paar Freundinnen aufs Zimmer einladen in dieser Woche. Was für ungeahnte Optionen. Der Stress der Anreise und die Sorgen über meine Freundin fallen von mir ab, wie Schuppen von den Augen. Was für ein Vergleich? Fischschuppen fallen mir ein und ich hätte gerne Fisch zum Abendessen, aber heute ist Gründonnerstag – den Fisch gibt es morgen. Nein, doch nicht. Wir bekommen im Seminarhaus vegetarisches Essen, ergänzt mit Gerichten für Veganer.

Der erste Abend mit Bodhi und Team

Ich freue mich, sehr liebe Bekannte, die ich aus früheren Seminaren kenne, wiederzusehen. Es ist wie ein Ankommen daheim. Denn in dieser wohligen, liebevollen Atmosphäre kann und darf Heilung auf der emotionalen, spirituellen und geistigen Ebene geschehen. Das Ego, mit seinen Ansprüchen und dem ewigen Wollen und Urteilen, darf beiseite treten. Die viel schlauere Seele führt mich auf meinem Lebensweg zu meiner eigentlichen Bestimmung – wenn ich sie nur sprechen lasse und gut zuhöre. Das nehme ich mir fest vor und schaue gespannt zu Holger rüber, der den Abend mit wunderbaren Liedern einleitet: „Twameva Mata“, „Pure Liebe“, „We begin in the name of God“ und „Stairway to Heaven“. IMG_7912Bodhi führt die Gruppe zur Einstimmung auf die kommenden Tage in eine tiefe Meditation.

Karfreitag

Noch ist mir nicht bewusst, was diesmal geheilt werden will. Doch eine gewisse freudige Unruhe begleitet mich heute durch den Tag. Wie in jedem Seminar gibt es den sogenannten Herzsitz für diejenigen, die sich mit ihrem persönlichen und grade in ihnen brennenden Thema zeigen und vor der Gruppe darüber sprechen möchten. Bodhi begleitet das, was sich nun zeigen möchte mit seinem unvergleichlichem Einfühlungsvermögen, seiner absoluten Ruhe und einem liebevollem Geschehen-lassen. Er unterstützt mit Worten und Taten den persönlichen Heilungsprozess, zum Beispiel, wenn ein Trauma geheilt wird. Er hilft, wenn es ungeklärte Fragen gibt und erklärt auch die Tarotkarten, wenn sie für die intuitive Sprache des Unbewussten zum anstehenden Thema gezogen werden. Wir ziehen immer die Tarotkarten, die uns helfen, sagt er. Dessen bin ich sehr sicher, weil ich selbst seit über 30 Jahren das Tarot gelegentlich befrage. Und die Botschaft stimmt immer für mich.

Karsamstag und die Osternacht

Sechs Teilnehmer nehmen nacheinander auf dem Herzstuhl Platz. Ich schwinge mit und das gibt viel zu verarbeiten für mich. Bin offen, wenn es Themen sind, zu denen ich eine seelische Resonanz spüre.

In diesem Seminar ist es vor allem die hingebungsvolle Liebe, welche anscheinend wieder in mein Leben kommen will. Ich komme da drauf, während ich ein Paar beobachte in ihrem Miteinander. Ganz berührt sehe ich die liebende Unterstützung und das Wohlwollen, welche die Frau von ihrem Mann erhält, als sie der Gruppe von dem momentanen Erleben der Beziehung erzählt. Ein paar Tränen über alte Liebesschmerzen kommen in mir hoch. Je intensiver ich zuhöre, desto mehr lerne ich für mich, dass es die Liebe (doch) gibt und ich ahne, was das heisst für mich. In der anschliessenden Meditation fühlt es sich aber an wie eine energetische Eisschicht, die mein Herz vor Verletzungen schützen möchte. Ganz langsam beginnt der Schmerz, den das Eis symbolisiert, zu vergehen.

Später am Abend:

Bodhi leitet eine Meditation mit dem von ihm weiter entwickelten „Healing Code“ an. Doch diesmal wirkt es nicht bei mir. Im Gegenteil, ich bin eher gelangweilt und mache halt mal so mit. Weil es sicher eine gute Übung für die Osternacht ist, denke ich. Am Ende angekommen sagt Bodhi, wenn wir noch ein Anliegen haben, das wir jetzt lösen und heilen möchten, dann ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Er gibt uns die Zeit, damit dies jeder für sich tun kann.

Ich fühle in mein Herz hinein. Und ja da ist etwas. Ich möchte die Traurigkeit und den seelischen Schock (Scheidung) sehr gerne dem strahlenden Licht der Barmherzigkeit von Jesus Christus übergeben. Dafür lege ich die Hände auf meine Brust, genau dorthin, wo mein Herz unter den Rippen pocht. Nach einer Weile öffne ich die Hände und halte die Arme seitlich neben den Hüften mit den Handflächen nach oben. Ziemlich schnell öffnen sich jetzt meine Hand-Chakren und ein kribbeliges Fliessen von Lebensenergie beginnt. Dabei fliesst zunächst etwas, das sich anfühlt wie eine dunkle Energiewolke, nach oben ab.

Als die letzte dunkle Schwingung nach oben abgegeben ist, möchte ich die Hände zum Gebet vor meiner Brust falten. Doch es geht nicht. Ich kann die Hände nicht aus dieser nach oben geöffneten Haltung wegnehmen. Huch, was ist das denn? Nach ein paar Sekunden fühle ich so etwas wie eine Lichtenergie in meinen Handflächen. Es ist die Christus Energie, glaube ich. Und ich sinniere:

„Es gibt nur eine göttliche Kraft! Dies ist die göttliche Kraft! Sie ist so stark und heilend und liebend.“ Diese Erkenntnis haut mich schier um. Mein Verstand (d.h. das bewertende Ego) gibt auf. Diese Kraft ist mit dem Verstand nicht fassbar, sondern nur mit dem Herzen spürbar.

Vor meinem geistigen Augen sehe ich Bilder von Mystikern, die sich in einer göttlichen Ekstase befinden und wie sie trunken sind durch göttliche, segensreiche Lichtenergie. Ich weiss nicht, wer diese Menschen waren, aber ich sehe die Szenen in einer Art Vision. Ich sehe, wie Christus mit seinen Händen heilt. Jetzt glaube ich, dass es möglich ist. Denn diese göttliche Lebenskraft ist der Ursprung von allem. In diesem Moment bin ich ganz präsent und spüre meinen Körper als sehr kraftvoll. Ich bin. Christus ist. Die Zeit steht für eine Weile still.

Allmählich endet der Energiefluss und ich falte meine Hände für ein Dankesgebet an Gott. Dem vielnamigen Gott, der in allen Kulturen anders genannt wird und der doch immer für die wunderbare Lebenskraft steht. Ohne diese Kraft ist nichts, mit dieser Kraft ist alles am Leben.

Ostersonntag – Neubeginn für mich

Am Ostersonntag wache ich auf – glücklich und befreit. Ich strahle jeden an, der mir begegnet. Ich fühle mich nicht mehr gehetzt und unsicher. Das ist so schön, denn nun bin ich so viel mehr entspannt, offen und ruhig im Zusammensein in der Gruppe, beim Essen, im Kreis. Sogar beim Tanzen fliesse ich mehr mit der Musik mit. Ich bin! Und das ist so herrlich.

Danke an Gerd Bodhi Ziegler, der dieses Erleben ermöglicht durch seine Bereitschaft Seminare zu geben, in denen Menschen sich entfalten und sich selbst heilen dürfen. Ganz ohne Dogma und offen für jeden, der sich auf die göttliche Kraft ausrichten möchte, egal in welcher Glaubensrichtung.

Die innere Führung spricht: in einem Jahr fährst Du Deinen Ferrari

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Huch, was ist das denn für eine Aussage? Ich bin peinlich berührt, weil es keine spirituelle Aussage, geschweige denn ein spirituelles Anliegen meinerseits ist. Meine göttliche, innere Führung, die ich neuerdings immer öfter konsultiere zu wichtigen Fragen oder einfach zum Tagesablauf, hat zuviel Wein getrunken ;-)…
Nein, das kann nicht sein. Es ist eine heilige Frau (Tarotkarte: Die Hohe Priesterin) 2016-03-17 11.09.11und sie trinkt – in meiner Vorstellung – nur heisses Wasser.

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Im Januar hatte ich eine etwas bescheidenere innere Führung. Einen weiblichen Engel, namens Anna Angelus. Ihr wäre es nie eingefallen, einen Ferrari zu prophezeien. Nun gut. Nachfolgend der Dialog zwischen mir und der Hohen Priesterin:

Ich frage in meiner frühmorgendlichen Meditation:

„Wohin führt mich mein Weg?“ (Ich denke: Ich vertraue Dir, liebe göttliche Kraft in mir und in allem und liebe hohe Priesterin, vollkommen. Bitte hilf mir, denn ich weiss nicht, was als Nächstes auf mich wartet.)

„In 10 Jahren fährst Du einen Ferrari!“

„Moment, in 10 Jahren bin ich zu alt für so ein Auto!“ (Ich denke: was in aller Welt ist denn jetzt los? Wieso kommt sie auf einen Ferrari? Wenn schon, würde ich eher einen Tesla fahren wollen.)

„In 5 Jahren fährst Du einen Ferrari!“

„???“

„In 2 Jahren fährst Du Deinen Ferrari!!!“

„Okay, bist Du sicher? Du willst mir echt sagen, dass ich meinen Ferrari fahren werde?“

„Ja, das wirst Du. Du brauchst nur zu vertrauen. Du hast alles in Dir. Alle Voraussetzungen für ein Leben in Fülle sind jetzt da. Greif zu! Trau Dich! Wenn Du zweifelst, sage ich es Dir solange, bis Du es glaubst.“

Von der Leere in die Fülle kommen, darum geht es ihr. Die Leere habe ich bis zum Exzess ausgekostet. Ich wollte in den vergangenen drei Tagen nichts mehr vom Leben. Nicht einmal mehr besonders lange leben, bzw. sehr alt werden. Ich habe alle meine Vorstellungen und Konzepte davon, wer ich bin und warum ich dieses Leben lebe (und ob es nach meinem Seelenplan läuft) losgelassen. Ich habe mein Leben der göttlichen Kraft anvertraut (nein, ich habe nicht „The Secret“ gelesen oder andere „Positiv-Denker-Bücher“). Im inneren Prozess war es mir mal scheissegal, mal wechselte ich von der Emotion „traurig“ zu „wütend“. Letztendlich genervt vom emotionalen Auf und Ab, kostete ich meine Bedürftigkeit (nach einem freud- und lustvollen Leben) total und ganz aus. Und ich jammerte, stöhnte, bedauerte mich selbst in einer Intensität, zu der Frauen (wie ich) fähig sind (astrologisch: Sonne im Löwen, Mond im Skorpion). Das war am Montag.

Am Dienstag begann ich mit den körperpsychotherapeutischen Übungen, die ich vor 20 Jahren gelernt hatte: Gähnen, Strecken, Hocken, Dampflokomotive spielen, Schütteln, Schmatzen, „Horse Lips“ = schnauben wie ein Pferd. Und noch ein paar mehr davon standen auf dem Plan.

Alle Übungen wirken psychisch stärkend und erdend. Sich wohlzufühlen, egal wie die Lebensumstände im Moment gerade sind, ist das Ziel.

Mich überzeugt, dass ich bereits nach 20 Minuten Übungszeit, einen metallischen Geschmack im Mund bemerke. Dieses Empfinden sehe ich als Zeichen an, dass ich nicht weiter üben soll. Und dafür, dass der Körper viel Belastendes (Verhärtungen in Diaphragmen, verkrampfte Muskeln) jetzt los wird. Ich trinke 3 Tassen heisses Wasser, um den Wohlfühlprozess und die Entsäuerung über die Nieren zu unterstützen.

In meiner Heilpraktiker-Ausbildung habe ich gelernt: Jedes negative Gefühl (z.B. ich bin jetzt total sauer auf…und…, weil…!) erzeugt Säuren. Nicht nur im Magen! Dieses Übermass von Säuren belastet den Körper. Man fühlt sich wie vergiftet und schwächelt. Die Körperpsychotherapie möchte die Seele entlasten. Gleichzeitig eine Trink-Kur mit heissem Wasser durchzuführen, reinigt den Körper. Mens sana in corpore sanum!

Ich werde meine Übungen und das tägliche innere Zwiegespräch mit der Hohen Priesterin fortführen. Und sehen, wohin ich damit komme. Denn der Weg ist (auch) mein Ziel. Wenn sich ein neues Auto in mein Leben einfügen will, freue ich mich. Und kaufe lieber einen Tesla!